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Der Moment des Aussteigens von Sebastian Jung

  • Autorenbild: Wilhelm Heim
    Wilhelm Heim
  • 22. März 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Sebastian Jung, Leica-Fotograf aus Bayern, der vorwiegend Fotografien im Genre der Streetfotografie zu Hause ist, mir aber auch durch eine Landschaftsserie aufgefallen ist, die in mir vor dem Hintergrund meines eigenen "Heimatgefühls" sofort eine morgendliche Wanderlust auslösten. Ein rastloses Zucken, das sich in eine Neugier erstreckt, das Ende des Weges erkunden zu wollen.

In diesem Rahmen entstand dann folgendes Gedicht:


neuer nebel


müde blicke verhandeln frühmorgens

mit dem ersten licht. zerstreuen die letzte nacht.

ohne zu wissen, dass alles nur ein puzzle ist.


neuer nebel will werden.

und das schilfrohr,

das täglich brabbelt mit dem wind.


Mich fasziniert die Feldwegszene ungemein und daher fragte ich Sebastian Jung, was den Impuls gegeben hat, an diesem Morgen auf dem Weg zur Arbeit anzuhalten, auszusteigen und ein Foto zu machen.

Seine Antwort:

"Das Foto ist wie gesagt auf dem Weg zur Arbeit entstanden. Ich fahre hier immer entlang der Donau zu meinem Büro. Je nach Jahreszeit ergeben sich hier immer neue Eindrücke. Wir haben hier am Fuß des bayerischen Waldes in den Morgenstunden oft Nebel, der mir als Fotograf in den verschiedenen Lichtstimmungen besonders gefällt. Meine M liegt eigentlich immer griffbereit im Handschuhfach. Wenn mir eine Situation besonders gefällt halte ich dann schon mal an und benutze dabei auch Feldwege um an die richtige Perspektive zu kommen. Mehr steckt in diesem Fall leider nicht dahinter. Wobei ich merke, dass mir die Ruhe und Einsamkeit mental sehr gut tut."

 
 
 

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