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Ruhe und Unruhe von Maik Grychtol

  • 24. März 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. März 2025

Auf die Fragen, was das für ein Basketplatz sei und warum er diese Aufnahme gemacht habe, hat der Fotograf Maik Grychtol geantwortet:

"Ich habe das Bild gemacht, um die Ruhe gut darstellen zu können. Wenn man sich das Bild genau anschaut, ist es unruhig im Hintergrund des Motivs. Das Motiv selbst ist in sich gekehrt und es bekommt es trotzdem hin, sich dem unruhigen Teil des Lebens zu entziehen."


Und genau sein Gefühl hat mich bei der Suche nach neuen Fotografien für meine Gedichte angesprochen.

In dieser Fotografie liegt eigentlich eine unwirtliche Szene: Die Jugendlichen stehen recht weit voneinander weg, ein kleiner Junge steht kaum sichtbar mit einem eigenen Ball an der linken Seite, es sieht nicht so aus, als spielen alle dort miteinander.

Vermutlich ein Bolzplatz im Viertel: Wer zuerst kommt, der hat den Korb. Eine Spannung ergibt sich aber durch den Protogagonisten im Vordergrund. Er ist eingebettet in die Unwirtlichkeit, er ruht in sich, er trotzt der Bewegung, der Dynamik. Diese Spannung wollte ich mit meinem Gedicht aufgreifen, es trägt diesmal keinen Titel. Wie es so schön bei Zinegraphie heißt: Das Bild ist der Titel!


die bälle knallten.

unberechenbar

gegen das brett.

und es gab

immer mal wieder

ein erschöpftes

männliches keuchen, das die

unwirtlichkeit dieser bühne

hörbar durchbrach.


die pause tat ihm gut.

er sah den dreien

beim spielen schon

seit zehn tagen zu.

immer diesselbe zeit.

wann wohl

diese traumfrabik endet?


März 2025


 
 
 

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